gefährlich.
wenn ich glück habe, stehe ich nachmittags mitten auf der kennedybrücke (das ist auf dem bild die rechte) im stau und habe den besten blick auf die puppenstubenstadt hamburg. auf der einen seite die binnenalster mit den feinen jungfernstieghäusern begleitet von langsam durchfahrenden, endlosen ice-zügen und der meterhohen fontäne. gäbe es ein feuerwerk dazu, wäre es eine schicke flash-animation. auf der anderen seite der brücke die aussenalster mit segelbooten und den kleinen alsterfähren. soviel idylle mitten in der stadt.
merkwürdigerweise bin ich bisher nirgendwo soviel gewalt begegnet wie im hübschen hamburg. ein paar meter von meinem alten bürogebäude am rothenbaum gab es eine bewaffnete geiselnahme, der täter ballerte fröhlich im grindelhof rum.
zu dieser zeit wohnte ich noch in der bahrenfelder schützenstrasse, da wurde zwei häuser weiter ein junger mann, der sich aus einem szenelokal hat abschleppen lassen, ermordet.
ein vorfall hat mich gibt mir heute noch zu denken. in meinem schützenstrassenhaus gab es einen türkischen gemüseladen, in dem frau bsc jeden morgen kurz vor zehn uhr schnell für den tag einkaufte. eines nachmittags erzählte mir jemand im büro, in der schützenstrasse sei ein junger türke in einem gemüseladen erschossen worden. "da wohnst du doch auch", meinte der kollege. du liebe güte, dachte ich, hoffentlich nicht in meinem haus.
es war der junge türke, ich glaube, er war einunddreissig und hatte kleine kinder. er ist minuten, nach dem ich den laden an diesem tag verlassen habe, erschossen worden. in den kopf. kaltblütig am hellichten tag.
ich denke, der vorfall liegt schon vier jahre zurück. vor kurzem wurde ich im hamburger abendblatt wieder an die geschichte erinnert. dort wurde berichtet, dass es einen serienkiller gebe, der seit jahren kreuz und quer durch deutschland laufe und türken mit der gleichen waffe erschiesse. die polizei habe keine idee warum.
in berlin wurde ich nicht mit schusswaffen und morden, sondern mit bränden konfrontiert. das haus, in dem ich in der kantstrasse wohne, brannte eines sommermorgens lichterloh, so das die bewohner aus dem schlaf gerissen wurden und im nachthemd auf der strasse standen (ich nicht, ich war unterwegs). es sei jemand betrunken mit der zigarette eingeschlafen.
in der nächsten wohnung in kreuzberg wurde mit absicht der kinderwagen der nachbarn auf unserer etage angezündet. ich war zu dem zeitpunkt nicht in berlin.
im hinterhof meiner neuköllner wohnung brannte einmal der grosse mülleimer lichterloh, obwohl es keine ofenheizungen gab. selbst der benachbarte baum fing feuer.
in dem dachgeschoss dieser wohnung wachte ich eines morgens um sechs uhr auf und freute mich über den wunderbaren orangenfarbenen sonnenaufgang und zwar genauso lange, bis ich die schritte und stimmen von feuerwehrmännern auf dem benachbarten dach hörte. es soll brandstiftung gewesen sein.
ich zieh jetzt aufs dorf.
merkwürdigerweise bin ich bisher nirgendwo soviel gewalt begegnet wie im hübschen hamburg. ein paar meter von meinem alten bürogebäude am rothenbaum gab es eine bewaffnete geiselnahme, der täter ballerte fröhlich im grindelhof rum.
zu dieser zeit wohnte ich noch in der bahrenfelder schützenstrasse, da wurde zwei häuser weiter ein junger mann, der sich aus einem szenelokal hat abschleppen lassen, ermordet.
ein vorfall hat mich gibt mir heute noch zu denken. in meinem schützenstrassenhaus gab es einen türkischen gemüseladen, in dem frau bsc jeden morgen kurz vor zehn uhr schnell für den tag einkaufte. eines nachmittags erzählte mir jemand im büro, in der schützenstrasse sei ein junger türke in einem gemüseladen erschossen worden. "da wohnst du doch auch", meinte der kollege. du liebe güte, dachte ich, hoffentlich nicht in meinem haus.
es war der junge türke, ich glaube, er war einunddreissig und hatte kleine kinder. er ist minuten, nach dem ich den laden an diesem tag verlassen habe, erschossen worden. in den kopf. kaltblütig am hellichten tag.
ich denke, der vorfall liegt schon vier jahre zurück. vor kurzem wurde ich im hamburger abendblatt wieder an die geschichte erinnert. dort wurde berichtet, dass es einen serienkiller gebe, der seit jahren kreuz und quer durch deutschland laufe und türken mit der gleichen waffe erschiesse. die polizei habe keine idee warum.
in berlin wurde ich nicht mit schusswaffen und morden, sondern mit bränden konfrontiert. das haus, in dem ich in der kantstrasse wohne, brannte eines sommermorgens lichterloh, so das die bewohner aus dem schlaf gerissen wurden und im nachthemd auf der strasse standen (ich nicht, ich war unterwegs). es sei jemand betrunken mit der zigarette eingeschlafen.
in der nächsten wohnung in kreuzberg wurde mit absicht der kinderwagen der nachbarn auf unserer etage angezündet. ich war zu dem zeitpunkt nicht in berlin.
im hinterhof meiner neuköllner wohnung brannte einmal der grosse mülleimer lichterloh, obwohl es keine ofenheizungen gab. selbst der benachbarte baum fing feuer.
in dem dachgeschoss dieser wohnung wachte ich eines morgens um sechs uhr auf und freute mich über den wunderbaren orangenfarbenen sonnenaufgang und zwar genauso lange, bis ich die schritte und stimmen von feuerwehrmännern auf dem benachbarten dach hörte. es soll brandstiftung gewesen sein.
ich zieh jetzt aufs dorf.
bittersweet choc ° 18.08.2005
19 chocs ° add your choc now! ° 0 Trackbacks
40something - 18.38.2005
Oh ja, in die friedliche Dorfidylle. Zum Beispiel nach Brieskow-Finkenherd (schreibweise?). Oder in andere nette kleine Dörfchen, wo gerne mal ein Behinderter von frustrierten Typen angezündet wird. Vielleicht auch irgendwo in die Pampa im Saarland, wo ein Kinderschänderring erst nach Jahren auffliegt. Nett sind auch die alleengesäumten Straßen Brandenburgs oder kurvenreiche Pisten irgendwo in Niederbayern, wo am Samstag abend die tiefergelegten Mantas (nein, inzwischen sind das ja irgendwelche anderen Autotypen) von besoffenen Jugendlichen auf dem Rückweg von der Dorfdicso zu tödlichen Waffen umfunktioniert werden.
(Wahrscheinlich passieren, umgerechnet auf die Bevölkerungsdichte, in Berlin oder Hamburg nicht so viel mehr schlimme Dinge als auf dem Dorf...)
(Wahrscheinlich passieren, umgerechnet auf die Bevölkerungsdichte, in Berlin oder Hamburg nicht so viel mehr schlimme Dinge als auf dem Dorf...)
bittersweet choc - 18.51.2005
na gut. ich bleibe in hamburg ;)
fraufrank - 18.05.2005
was soll man ihnen da wünschen?
bittersweet choc - 18.30.2005
ich weiss es auch nicht. vielleicht frag ich mal herrn grönling ;)
KleinesF - 18.20.2005
Mir ist da auch schon mal das Handy und das Kleingeld weggenommen worden. Ich freu mich heute noch, am Leben zu sein.
KleinesF - 18.21.2005
Weichei! Ich will nach Hamburg!
bittersweet choc - 18.30.2005
na dann los, kleinesf!
KleinesF - 19.10.2005
Ich bemühe mich ja, aber mich will da keiner ;-)
sabbeljan - 18.31.2005
so
lange genug hab ich mir eine registrierung bei twoday gespart, aber bsc machts mir unmoeglich, denn nach vielen wochen mitlesen, mitlaecheln, mitempoeren jetzt auch mitchocen - aber nur sehr zurueckhaltend.
zum thema: in der grosstadt haengt ab und zu mal einer tot ueberm zaun, aufm dorf die meisten. du musst schon deshalb in der elbmetropole bleiben, weil die storys aus good old HH wichtig fuer die exil-hamburgos sind.
also stay tuned!
zum thema: in der grosstadt haengt ab und zu mal einer tot ueberm zaun, aufm dorf die meisten. du musst schon deshalb in der elbmetropole bleiben, weil die storys aus good old HH wichtig fuer die exil-hamburgos sind.
also stay tuned!
bittersweet choc - 18.34.2005
ich freue mich - herzlich willkommen auf der besseren twoday-seite, jan :)
und bitte keine zurückhaltung!
okay, überredet. ich glaub das jetzt mit dem dorf und bleibe in hh. es sei denn, ich finde einen job in kanada.
und bitte keine zurückhaltung!
okay, überredet. ich glaub das jetzt mit dem dorf und bleibe in hh. es sei denn, ich finde einen job in kanada.
timanfaya - 19.10.2005
das erinnert mich an meine meist unbedarften metropolen auftritte. london, rotterdam, hamburg. einfach mal uninformiert rumlatschen und total naiv umschaun. und sich dann fragen, warum der patrollierende polizeibus aussieht wie ein vollausgerüsteter hummer in bagdad. später sagte man mir mal, das wäre das schanzenviertelzu seinen übelsten zeiten gewesen ...
bittersweet choc - 19.28.2005
sehr schön: vollausgerüsteter hummer in bagdad. ich versuche mir dieses gerät vorzustellen ;)
Eric_HH - 19.38.2005
süsse, auf dem land ist es auch brutal, nur anders. aber ich bin sicher, jede dorfidylle würde einen paradiesvogel wie dich mit offenen armen empfangen, vor allem die frustrierten ehefrauen der gelangweilten ehemänner würden die säbel wetzen, sobald sie deinen hüftschlag das erste mal gesehen haben! bleib mal schön bei mir im norden ;)
bittersweet choc - 19.16.2005
du hast recht, schatz :)
mcwinkel - 19.06.2005
Auf´s Dorf? Was meinen Sie, wie kriminell Feuerwehrfeste sein können... :)
Ach ja; gegen diese Spezies haben Sie ja nichts, wei man so hört... :)
Ach ja; gegen diese Spezies haben Sie ja nichts, wei man so hört... :)
bittersweet choc - 19.18.2005
feuerwehrfeste - sehr schönes stichwort, mc :)))
stimmt, gern genommene spezies. man kann die auch "lebensretter" nennen ;)
stimmt, gern genommene spezies. man kann die auch "lebensretter" nennen ;)
mcwinkel - 20.09.2005
Climaxx-Garanten? :)
burnston - 19.33.2005
mir ist letztes jahr auf der reeperbahn ein türke mit loch im bauch entgegen gekommen. die blutspur ging von der wache bis hinter zum molotov. ohne schmäh.
bittersweet choc - 20.12.2005
das glaube ich dir aufs wort. oje.

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